Der Helferkreis Flucht und Asyl Oberteuringen hilft Menschen in Not

Frühlingsfest in Oberteuringen

Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Neuhaus - Afghanen, Syrer, Iraker - haben die Teuringer Festsaison 2016 eröffnet. Mit selbst gemachten Speisen, einem kleinen Kulturprogramm und offenen Türen haben Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft sowie Mitglieder des Helferkreis Flucht und Asyl am Sonntagnachmittag, den 10. Februar ein Frühlingsfest in der Benzstraße veranstaltet.


Nicht nur Bürgermeister Karl-Heinz Beck staunte, was die rund 70 Bewohner auf die Beine stellten. Sie sind erst seit wenigen Monaten in Oberteuringen, die meisten sprechen noch kein deutsch und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Die große Dankbarkeit, dass sie hier in Frieden und Sicherheit leben können, dass ihe Kinder in den Kindergarten und die Schule gehen dürfen und dass viele Einheimische bemüht sind, ihnen den Start in ein neues Leben zu erleichtern, sei allenthalben zu spüren gewesen.

Bei allerbestem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen seien etwa 200 Gäste dieser Einladung gefolgt, berichtet Frank Kulke vom Helferkreis. Sie ließen sich mit einer großen Vielzahl schmackhafter arabischer und kurdischer Speisen beköstigen. Drei Tage haben die Bewohner mit großer Leidenschaft und Können gekochte, frittierte, gebackene, in Weinblätter eingelegte Köstlichkeiten zubereitet. Musikalische Einlagen und afghanische Gedichte, vorgetragen von jungen Bewohnern der Unterkunft, rundeten das Miteinander ab. 

Das fröhliche Fest gab den überwiegend Oberteuringer Bürgern sowie den Bewohnern aus Syrien, Afghanistan und dem Irak die Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und Vorbehalte sowie Hemmschwellen des freundlichen Miteinanders zu nehmen. Für viele der zahlreichen Gäste war dieses Fest tatsächlich die überhaupt erste Gelegenheit mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten. Gleichzeitig nutzten viele Teuringer die Möglichkeit, einen Einblick in die Quartiere der Bewohner zu nehmen. Die Stimmung auf dem Fest war derart gut und ausgelassen, dass sich einige Alt-Oberteuringer bei kurdischer Musik zum gemeinsamen Tanz mit den verschiedenen Nationalitäten der Unterkunft mitreißen ließen. Besser und unkomplizierter könne Völkerverständigung und Integration nicht beschrieben und gelebt werden, schreibt Kulke in seinem Bericht.

Die heimische Festtradition können die Flüchtlinge in zwei Wochen beim Blütenfest und dann beim Teuringer Sonntag miterleben.

Text aus der Schwäbischen Zeitung übernommen

 

Die Bilder stammen von Frieder Probst und Pawlowski/Otica


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